| Press-Release - 4 March 2005 Europa zeigt Flagge: Erstmals
europaweite Demonstration für Tibet in Deutschland
Am Samstag, den 12. März findet in Berlin erstmals die
europaweite Demonstration für Tibet statt.
Berlin 04.03.05: Nach London, Paris, Brüssel, Genf u. a. ist
nun erstmals die Bundeshauptstadt der Schauplatz einer derartige
Manifestationen für die Selbstbestimmung und Freiheit Tibets,
die es seit 1996 gibt. Dazu erwarten die Veranstalter bis zu
5.000 Tibeter und Tibetfreunde aus allen Teilen Europas. Einen
Tag lang wird die rot-blaue tibetische Nationalfahne mit den
zwei Schneelöwen und der Sonne im Zentrum, Berlin prägen. Diese
Fahne ist in Tibet selbst streng verboten.
Anlass für die Demonstration ist der 10. März, der Jahrestag
des tibetischen Volksaufstands gegen die chinesische Besetzung
und Annektierung des unabhängigen Tibet im Jahr 1949-50 durch
die VR China. 1959 eskalierten die Ereignisse und Tausende von
Menschen demonstrierten unbewaffnet gegen die chinesische
Präsenz. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, in den
folgenden zwei Jahrzehnten starben nach einer statistischen
Erhebung der Regierung Tibets im Exil etwa 1,2 Mio. Tibeterinnen
und Tibeter an den Folgen der Besatzung; nahezu alle der über
6.000 Tempel und Klöster wurden zerstört.
Seitdem ist der 10. März der Tag der Erinnerung an die
grausame Niederschlagung des tibetischen Volksaufstand, der Tag
des Widerstands gegen die anhaltende chinesische Besetzung. Aber
er ist auch der Tag der Hoffnung, denn er signalisiert, dass
sich das tibetische Volk in der Heimat und im Exil nicht
aufgegeben hat.
Auch die Demonstration soll ein Zeichen der Hoffnung setzen,
dass Tibet nicht vergessen ist und öffentlicher Druck dazu
beiträgt, die VR China zur Respektierung der grundlegenden
Völker- und Menschenrechte zu bewegen, einschließlich des Rechts
auf Selbstbestimmung für die Tibeter.
Der Zug sammelt sich um 11.00 Uhr vor der chinesischen
Botschaft an der Jannowitz Brücke und setzt sich nach etwa einer
Stunde Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Dort findet um
14.30 Uhr die Abschlusskundgebung statt, auf der unter anderem
der chinesische Menschenrechtler Harry Wu, die langjährige
tibetische politische Gefangene Ngawang Sangdrol sowie
Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Europäischen Parlament
sprechen werden.
Nähere Informationen über den Ablauf, die Route, die
Teilnehmer der Kundgebung und weitere Programmpunkte wie die
Podiumsdiskussion „Überleben im chinesischen System“ und die
Tibet-Nacht mit tibetischen Künstlern in der MARIA am Ostbahnhof
finden Sie auf unsere
Homepage.
Die Veranstalter der Demonstration sind: International
Campaign for Tibet, Tibet Initiative Deutschland, Tibet
Initiative München, Verein der Tibeter in Deutschland, Verein
Tibeter Jugend in Europa.
Schon jetzt möchten wir Sie auf die Pressekonferenz am
Freitag, den 11. März um 11.00 Uhr im Restaurant Tucher, Pariser
Platz 6a, aufmerksam machen, zu der eine eigene Einladung
herausgeht. |