| Seit 1996 sind im Wechsel auch europäische Metropolen wie
Brüssel (1996), Genf (1997), Paris (1998), London (1999), Wien
(2001) und Brüssel (2003) Schauplatz von Demonstrationen für das
Selbstbestimmungsrecht und die Freiheit Tibets. Am 12. März
2005 wird eine solche Massen-Demonstration erstmals in
Deutschland stattfinden, und zwar in Berlin.
Zudem hissen mehrere tausend europäische Städte und Gemeinden
am
10. März die tibetische Fahne, um ihre Solidarität mit dem
tibetischen Volk zu bekunden; allein in Deutschland beteiligen
sich seit Jahren über 500 Bürgermeister und Landräte. >>
www.tibetflagge.net
In Tibet selbst ist die Erinnerung an den 10. März ebenso
lebendig. 1989 kam es aus diesem Anlass in Lhasa zu den größten
Massenprotesten gegen die chinesische Besetzung seit 30 Jahren.
Der damalige örtliche KP-Generalsekretär und heutige Staats- und
Parteichef, Hu Jintao, verhängte sogar für 14 Monate das
Kriegsrecht, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen.
Hunderte starben im Kugelhagel der chinesischen
Sicherheitskräfte. Aufgrund der totalen Überwachung sind
öffentliche Demonstrationen in Lhasa seitdem nicht mehr möglich.
Dennoch hat die Führung immer noch Angst davor, denn sie
verschärft jedes Jahr zum
10. März ihre Kontrolle über die tibetische Hauptstadt.
Doch der 10. März ist letztlich auch ein Tag der Hoffnung,
denn er signalisiert, dass sich die Tibeter in ihrer Heimat und
im Exil nicht aufgegeben haben; und dass es noch eine Zukunft
für das tibetische Volk gibt. |